Stuttgarter Magazin

Digitale Risikoprüfung mit vers.diagnose

12.11.2021 | 2-2020 | Von Katrin Bornberg

Für ein überzeugendes Benutzererlebnis - mit vers.diagnose digital Schritt für Schritt zum Beratungserfolg.

© shapecharge

Das letzte Jahr stellte nicht nur den Alltag auf den Kopf. Es hat auch massiv das Nutzerverhalten im Netz verändert. Im Jahr 2020 stieg die Zahl der Internetnutzer auf mehr als 60 Millionen (plus 860.000 im Vergleich zum Vorjahr). Nur noch 13,6 Prozent der deutschen Wohnbevölkerung ab 16 Jahren gehören zur Gruppe der Non-Onliner. Unsere Gesellschaft ist in der digitalen Realität angekommen. Wir sitzen in unseren Wohnungen vor digitalen Endgeräten und kommunizieren mit der Außenwelt. Arbeiten, einkaufen, lernen, mit Freunden austauschen oder den Großeltern eine Video-Botschaft schicken – all das ist mittlerweile digital möglich.

Ob Bücher, Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, Tickets oder ein komplettes Menü bequem online bestellen – viele Services sind nur noch einen Klick entfernt. Versicherungskonzerne hingegen gelten bislang noch immer als eher zurückhaltend, wenn es um digitale Angebote geht. Sie belegen auf der Hitliste der digitalen Kauferlebnisse stets hintere Plätze. Noch nicht einmal vier Prozent der Erwachsenen haben 2020 online eine Versicherung abgeschlossen. Doch die niedrigen Zahlen dürfen über eines nicht hinwegtäuschen: Amazon, Zalando oder Lieferando prägen mittlerweile die Erwartungen an ein befriedigendes Einkaufserlebnis. Schnell muss es gehen, überzeugend auf den Punkt gebracht und ohne überflüssigen Schnickschnack. Und das zunehmend auch bei Versicherungen.

Effektive Arbeitskraftabsicherung statt Berufsgruppenbingo

Franke und Bornberg hat die Chancen der Digitalisierung frühzeitig erkannt. In Kooperation mit dem Rückversicherer Munich Re entstand 2013 mit vers.diagnose die erste webbasierte Plattform für automatisierte biometrische Risikoprüfungen in der Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung. Manche bezeichnen vers.diagnose deshalb auch als das erste InsurTech in Deutschland.

Versicherungen belegen auf der Hitliste der digitalen Kauferlebnisse stets hintere Plätze.

Die Stuttgarter zählt übrigens zu den Pionieren. Sie hat sich bereits von Beginn an für vers.diagnose entschieden. Mittlerweile sind 27 Versicherer und Versorgungswerke auf der Plattform vertreten. Sie machen vers.diagnose zur marktführenden Lösung für die fallabschließende digitale Risikoprüfung, wenn es um Arbeitskraftabsicherung (AKS) geht.

Die AKS-Tarifwelt ist zwar komplex, aber die Beratung sollte so einfach wie möglich sein. vers.diagnose löst diesen scheinbaren Widerspruch auf. Vermittler schaffen mit vers.diagnose Transparenz und ein überzeugendes Benutzererlebnis. Und sparen gleichzeitig wertvolle Zeit – die eigene und die ihrer Kunden. vers.diagnose erlaubt ihnen eine Beratung ohne Medienbruch – ob in der Face-to-Face-Beratung oder im Rahmen einer Webkonferenz. Denn vers.diagnose prüft die Versicherbarkeit vollständig di­gital und in Echtzeit, und das auf Wunsch parallel für alle angeschlossenen Gesellschaften. Wer sich bislang bei konventionellen Risikovoranfragen durch die unterschiedlichen Gesundheitsfragen der Anbieter gearbeitet hat, weiß diesen Vorteil ganz besonders zu schätzen. Von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedliche Fragen oder Berufsbezeichnungen bergen nicht länger ärgerliche Stolperfallen. Dank intelligenter Feinjustierung macht vers.diagnose auch Schluss mit dem Berufsgruppenbingo.

Schritt für Schritt zum Beratungserfolg

Bedarf ermitteln

Ob über fb>xpert, ein anderes digi­tales Tool, oder eine herkömmliche analoge Variante – am Anfang jeder kundenorientierten Beratung steht die strukturierte Bedarfsermittlung. Alter, Beruf, Lebensplanung, Einkommen und Gesundheitsstatus liefern die entscheidenden Parameter. Am Ende zählt der Kundenwunsch. Wer in dieser Phase fb>xpert von Franke und Bornberg nutzt, genießt den Vorteil, sämtliche Daten nur einmal zu erfassen. Die automatische Übernahme in vers.diagnose erspart Zeit und verringert die Gefahr von Fehleingaben.

Versicherbarkeit prüfen

Spätestens jetzt komm vers.diagnose ins Spiel. Statt zeitaufwändiger Einzelanfragen mit ungewissem Ausgang gilt ein für alle Versicherer einheitliches Fragenset – auf Wunsch parallel für alle 27 teilnehmenden Versicherungsunternehmen und Versorgungswerke. Im Durchschnitt liefert eine Risikoprüfung mit vers.diagnose Ergebnisse für 19 Versicherer. Und zwar sofort, nicht irgendwann. Die Fragen sind schlank und verständlich formuliert – übrigens auch für Laien. Berater und Beratene können sie gemeinsam und auf Augenhöhe durchgehen, ob digital in einer Videokonferenz, im Büro oder in der häuslichen Umgebung.

Das Fragenset wird laufend an aktuelle Entwicklungen und Erkenntnisse angepasst, zu Berufsbildern ebenso wie zu medizinischen Entwicklungen. So hat vers.diagnose die Frage nach einer COVID-19-Diagnose frühzeitig integriert. Nebenbei bemerkt: Bislang war eine entsprechende Diagnose in der Zielgruppe für biometrische Versicherungen laut Auswertungen von vers.diagnose eher selten. Und mehr als die Hälfte aller Voten im Zusammenhang mit einer COVID-19- Diagnose lautet bislang: „Versicherungsschutz zu Normalkonditionen“.

Die Risikoprüfung erfolgt anonym auf gesicherten Servern in Deutschland. Versicherer haben also keinen Zugriff. Damit erfüllt vers.diagnose auch höchste Anforderungen an den Datenschutz. Und Vermittler setzen sich nicht der Gefahr aus, sensible Kundendaten nicht ausreichend vor unbefugtem Zugriff geschützt zu haben. Dass kein Eintrag in das Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft (HIS) erfolgt, versteht sich von selbst.

Prämie und Klauseln ermitteln

Neben verbindlichen Voten zur Risikoprüfung liefert vers.diagnose die Original-Ausschlussklauseln der Versicherer – zuverlässig und immer in der aktuellen Fassung. Das spart zusätzliche Abstimmungsschleifen. Individuelle Risikozuschläge werden korrekt ermittelt und in Euro und Cent ausgewiesen. Auf diese Weise erhalten Vermittler wie Mandanten verbindliche Daten zu Versicherungsumfang und Beitragsaufwand. Eine übersichtliche Aufstellung sämtlicher Ergebnisse der Risikoprüfung und Prämien für alle angebundenen Versicherer sorgt für maximale Transparenz und liefert eine verlässliche Entscheidungsgrundlage.

Budget optimieren

Erfahrene Berater wissen: Für die Absicherung der Arbeitskraft gibt es in der Regel mehr als eine Lösung. vers.diagnose analysiert neben der Berufsunfähigkeitsversicherung auch
Erwerbsunfähigkeitstarife, Risikolebens- sowie Grundfähigkeitsversicherungen der teilnehmenden Gesellschaften. Die vergleichende Darstellung der Prüfergebnisse zeigt auf einen Blick, bei welchen Anbietern und in welchen Produktkategorien Restriktionen greifen. Je nach Gesundheitszustand, Beruf, angestrebtem Versicherungsumfang und Budget können unterschiedliche Tarife in Betracht kommen. Eine intelligente Kombination verspricht oftmals die besten Resultate. Die Stuttgarter Leben ist mit Tariflinien aus den Bereichen Berufsunfähigkeit und Risiko-Lebensversicherung auf vers.diagnose vertreten.

Entscheiden und abschließen

Haben Beraterin und Kunde die bestmögliche bezahlbare Lösung gefunden, steht einem Abschluss nichts mehr im Weg. Jetzt liefert vers.diagnose ein Risikoprüfungsprotokoll, das die Gesundheitsfragen des ausgewählten Versicherers in den Antragsprozess übernimmt. Angebot samt Antrag entstehen auf Knopfdruck. Die digitale Unterschrift ist nur einen Link entfernt. Ein Beratungsprotokoll komplettiert den Prozess.

Online policieren

vers.diagnose bietet auf Wunsch eine digitale Beratung samt Abschluss ohne Medienbruch. Die Policierung kann vollständig digital angestoßen werden. Allerdings sind noch nicht alle teilnehmenden Gesellschaften dazu bereit und in der Lage. Die Stuttgarter erweist sich auch hier als Pionierin: Sie unterstützt digitale Antragsprozesse schon seit Jahren und hat vers.diagnose in ihre hauseigene Beratungsumgebung, den BeratungsNavigator, vollständig integriert. Die elektronische Signatur ist hier so einfach und bequem wie möglich gestaltet. eAntrag und eSignatur der Stuttgarter sind mit allen gängigen Smartphones und Tablets kompatibel.

Quick-Check

Und wenn es mal ganz schnell gehen muss, liefert der Quick-Check erste Einschätzungen zur Versicherbarkeit. Und hilft auf diese Weise, Enttäuschungen zu vermeiden, wenn der angestrebte BU-Schutz aufgrund von Beruf oder Krankheit nicht möglich ist. Profi-Tipp: Mit einem Quick-Check stellen Berater:innen die Weichen für eine lösungsorientierte Biometrieberatung.

Schritt für Schritt zum Beratungserfolg

vers.diagnose bietet viele(n) Vorteile

vers.diagnose überzeugt mit einer komplett digitalen Risikoprüfung und verbindlichen Annahmeentscheidungen in Echtzeit. Vermittler informieren ihre potentiellen Kunden schnellstmöglich über die Konditionen des wichtigen biometrischen Schutzes. Zeitversetzte negative Überraschungen gehören damit der Vergangenheit an. Sie gewinnen Zeit, erhalten eine verlässliche Grundlage für ihre Empfehlung, einen Antragsprozess ohne Störfaktoren und nicht zuletzt zufriedene Kundinnen und Kunden, die erfahrungsgemäß gern zur Weiterempfehlung bereit sind. Über 12.000 Vermittler:innen haben den Mehrwert erkannt und arbeiten bereits mit vers.diagnose. Wer (auch) online berät, was zunehmend der Fall ist, kann die Risikoprüfung unkompliziert in den eigenen digitalen Beratungsprozess integrieren. Das spart wertvolle Zeit und damit nicht zuletzt Geld.

Kundinnen und Kunden beschert vers.diagnose bestmöglichen Versicherungsschutz und ein überzeugendes Beratungserlebnis. Entscheidungen müssen nicht vertagt werden, weil mal wieder Antworten einzelner Gesellschaften ausstehen. Damit wird die Risikoprüfung mit vers.diagnose der wichtigsten Anforderung der digitalen Welt gerecht. Und die heißt „hier und jetzt“. Ein weiterer Vorteil ist die „Risikoprüfung ohne Reue“. Denn egal, wie das Votum ausfällt: Es hinterlässt keine Spuren in der HIS-Datei.

Bei einer herkömmlichen analogen Risikovoranfrage werden Anfragen an mehrere Versicherer versendet. Weil erfahrungsgemäß höchstens eine von zwanzig Anfragen auch zum Antrag führt, schlagen über eine Risikovoranfrage gewonnene Anträge mit bis zu zwanzigfachen Risikoprüfungskosten zu Buche. vers.diagnose senkt die Kosten und gibt Antragsprüfern mehr Zeit für die wenigen Fälle, in denen eine Sofortentscheidung nicht möglich ist. Versicherer verbessern mit vers.diagnose zudem ihre eigene Prozessqualität und das Kauferlebnis ihrer Versicherten. Der steigende Digitalisierungsdruck führte allein 2020 sechs weitere Anbieter auf die vers.diagnose-Plattform. Und mit jeder weiteren Gesellschaft steigen Marktabdeckung und Nutzen für alle Beteiligten.

Mehr als zwei Millionen Risikoentscheidungen im ersten Halbjahr 2021 bestätigen die Stellung von vers.diagnose als marktführende Plattform zur digitalen medizinischen und wirtschaftlichen Risikoprüfung für Biometrieversicherungen. Bezogen auf die Bruttobeitragseinnahmen setzen schon mehr als die Hälfte aller Lebensversicherer auf vers.diagnose. Weitere Kooperationen sind in Planung.

Über die Autorin

Katrin Bornberg ist Geschäftsführerin der vers.diagnose GmbH.