Stuttgarter Magazin

Yin und Yang als treibende Kräfte der nachhaltigen Altersvorsorge

05.02.2021 Von Ralf Berndt

Ralf Berndt, Vorstand Vertrieb und Marketing der Stuttgarter Lebensversicherung a. G., zu regulatorischen Anforderungen und einem wachsenden Kundensegment in der Finanzdienstleistungsbranche.

Ralf Berndt © Die Stuttgarter

Die geschätzten Schäden der Erderwärmung bis 2060 liegen je nach Szenario zwischen 20 und 72 Billionen US-Dollar. Die Bilder dazu – Waldbrände, Dürrekatastrophen oder verheerende Überschwemmungen – sind uns präsent. Bereits 80 Prozent der Deutschen sehen Klimaneutralität als wichtigste Herausforderung der kommenden Jahre.¹ Die Vereinten Nationen, die EU sowie nationale Aufsichtsbehörden haben längst reagiert und die Wirtschaft verpflichtet, den Schutz der Umwelt sicherzustellen. Entsprechende Ziele, Anforderungen und Regelungen finden sich in der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen und dem Pariser Klimaabkommen. Der „Green Deal“ der EU-Kommission konkretisiert die Ziele und stellt sie in einen größeren Zusammenhang, damit Europa bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent wird. Neben denen der Umwelt (Environment) spielen soziale Aspekte (Social) und die einer guten Unternehmensführung (Governance) eine Rolle bei der Definition nachhaltigen Handelns: Dreh- und Angelpunkt ist der Erhalt unserer Umwelt. Und gleichzeitig sollen Armut verhindert, hochwertige Bildung sowie Gesundheit und Wohlergehen gefördert werden. Und nicht erst seit Fridays for Future richten immer mehr Menschen ihr Leben danach aus, die Umwelt zu schützen und sozial-ethische Aspekte in ihrem privaten und beruflichen Verhalten zu verankern.

Im Finanzdienstleistungsbereich regelt die Transparenzverordnung, wie Anbieter und Vermittler darüber zu informieren haben, inwiefern sie Nachhaltigkeitskriterien bei ihren Investitionsentscheidungen und in der Beratung berücksichtigen. Diese Informationen sollen die Anleger bei ihrer Anlageentscheidung unterstützen und langfristig zu einer verstärkten Einbeziehung von Nachhaltigkeitsüberlegungen bei der Kapitalanlage führen. Die Transparenzverordnung tritt im März 2021 in Kraft. Ab 2022 werden Vermittler dann auch durch die Vertriebsrichtlinie IDD und die Finanzmarktrichtlinie MiFID der Europäischen Union verpflichtet, die Wünsche und Anforderungen der Kunden bezüglich Nachhaltigkeit im Beratungsgespräch konkret zu erfragen. Das heißt, alle Marktteilnehmenden – Anbieter wie Vermittler – sind gefordert, Nachhaltigkeit in ihren Geschäftsaktivitäten zu verankern.

Die Stuttgarter als Anbieter von Altersvorsorgeprodukten hält dies für richtig und wichtig. Und immer mehr Verbraucher fragen danach und fordern ein entsprechendes Produktangebot. Seit 2013 bereits bieten wir die GrüneRente an. Damit waren wir einer der Pioniere im Finanzdienstleistungsmarkt. Die Zahlen bestätigen uns: Mittlerweile hat die GrüneRente einen Anteil von 17 Prozent im Neugeschäft erreicht – Tendenz steigend.

Wir sehen: Auf der einen Seite leisten internationale, europäische und nationale Gesetzgebungen einen wichtigen Beitrag zur Förderung einer lebenswerten Umwelt. Auf der anderen Seite schaffen Verbraucher mit ihrem Bewusstsein und den damit verbundenen Anforderungen Fakten. Zwei Seiten eines „Prinzips“, das ineinandergreift.

Die Stuttgarter GrüneRente

Weitere Informationen zur GrüneRente, dem nachhaltigen
Vorsorgekonzept der Stuttgarter.

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Quelle: WirtschaftsWoche, Sonderausgabe Nr. 1/2020

¹IUBH Internationale Hochschule © Statista 2020.